Wie manche Fachleute mit Kritik umgehen

Vor ein paar Wochen las ich einen Artikel über eine psychologische Studie in der Huffington Post. Der Forscher Dr. Taherkhani und seine Kollegen wollen herausgefunden haben, dass Yoga wirksamer sei, als Verhaltenstherapie.

Die Chefredakteurin einer aufstrebenden psychologischen Webside, die den Artikel schrieb und auf ihrer Facebookseite postete, bezeichnet die VT als geistige Turnübung. Jedem seine Meinung, sie ist die Fachfrau, ich nur ein psychologischer Berater und interessierter Mensch.

Der Hinweis von mir, dass eine Krankheit keinesfalls »erlernt« werden kann, sondern eher die Verhaltensweise, die letztendlich symptombestimmend ist, wurde kommentarlos gelöscht. Somit wurde ebenfalls gelöscht, dass Joga eine der besten Möglichkeit ist, eine messbare Entspannung zu erreichen, sowie Körper und Seele in Einklang zu bringen. Dieses schrieb sie nämlich in ihrem Artikel. Hier waren wir uns beide einig.

Mit einer Jogaübung kann ich keine krankmachende Handlungsweise verlernen. Dazu ist aber sehr wohl die Verhaltenstherapie in der Lage.

Und hiermit stellt sich mir die Frage, was zweifellos wünschenswerter ist. Eine durch viel Übung erreichte Entspannung, die es vielleicht schafft das Stresslevel, hervorgerufen durch die krankmachende Verhaltensweise, kurzfristig zu kompensieren, oder aber durch eine VT das Verhalten relativ zügig verlernen zu können?

Hierfür muss ich nicht, wie Herr Dr. Taherkhani, an der Uni Teheran, Psychologie studiert haben.

Merkwürdig ebenfalls:

Auf der Facebookseite des neuen psychologischen Unternehmens ist es seit meinem Posting nicht mehr möglich Kommentare unter den Postings zu hinterlassen

 

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© Stefan Gatzemeier