Einsamkeit

Dass Einsamkeit nicht gleich Alleinsein ist, dürfte uns allen bekannt sein.

Alleinsein ist ein Zustand, Einsamkeit eine Emotion. Das eine ein Segen, dass andere ein Fluch. Auch unter tausenden von Menschen kann man sich einsam fühlen.

 

Psychologen unterscheiden bei dem Gefühl Einsamkeit zwischen der emotionalen und der sozialen Einsamkeit. Erstere zeichnet sich dadurch aus, dass das Gefühl durch ein Fehlen eines Bezugspartners, Lebenspartners, engen Vertrauten und Ähnlichem entsteht. Die soziale Einsamkeit hingegen zeigt sich beim grundsätzlichen Mangel an sozialen Bekanntschaften.

 

Oftmals entsteht die soziale Isolation durch einschneidende Lebensereignisse, wie Tod, Scheidung aber auch durch einen Umzug in eine fremde Stadt aufgrund eines neuen Arbeitsplatzes. 

 

Dass gerade gehäuft ältere Menschen jenseits der 65 Jahre unter einer Isolation leiden und dieses ungünstig für die Gesundheit ist, ist hinreichend bekannt und erforscht worden.

 

Mehrere Studien haben inzwischen belegt, dass ebenfalls für jüngere Menschen die soziale Isolation bedenklich ist. So hat sie schädliche Einflüsse auf die Psyche und den Körper. Sie ist in einem Atemzug mit den Gefahren des Übergewichts, übermäßigen Alkoholkonsums sowie den des Rauchens zu nennen. Ob sich die Gefahr verdoppelt, wenn ein übergewichtiger, rauchender Mensch gleichzeitig auch einsam ist, bleibt uns leider unbeantwortet in der Studie.

 

Doch Einsamkeit ist auch ein initiierter Faktor für eine Depression. Hier ist es wichtig zu schauen, was war zuerst da? Die Einsamkeit oder die psychische Erkrankung? Was ist der auslösende Faktor? Die Depression, die ohne Zweifel den sozialen Rückzug begünstigt, oder ist die Isolation der Auslöser gewesen?

 

Letztendlich ergibt sich aus der sozialen Isolation eine bis zu 32% höhere Sterblichkeitsrate. Die möglichen Gefahren, die sich auch einer Depression ergeben, sind hier noch nicht mit einberechnet. 

 

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© Stefan Gatzemeier