Downdating

Wer kennt diesen Begriff? Mir war er bis heute auch nicht bekannt.

Da wird auf einschlägig bekannten Singlebörsen von Akademikerinnen über 30 Jahren tatsächlich drüber gesprochen. Letztendlich geht es um die Problematik, ob eine Akademikerin mit Nicht-Akademikern eine Beziehung eingehen sollte. Hierbei wird nicht der mögliche intellektuelle Aspekt betrachtet, sondern der finanzielle Punkt steht im Vordergrund.

Es kam unter anderen zu sehr obskuren Fragen. Ob ein Handwerker der Frau überhaupt etwas zu bieten habe. Sie verdienen allerdings Respekt, weil sie sich mit so wenig im Leben zufriedengeben. »Muss ich meine Ansprüche tatsächlich so weit runterschrauben?« War eine ergänzende Frage dazu.

 

Weder ein akademischer Titel noch ein möglicherweise dickes Bankkonto sagen irgendetwas über die Intellektualität einer Person aus. Jedoch sagt die Selektion nach diesen Kriterien sehr viel über die Suchende aus.

Wir leben anscheinend in einer Zeit, in der wir für so etwas ein Wort benötigen. Zudem wurde die Möglichkeit der unterschiedlichen Bildung in einer Partnerschaft als problematisch betrachtet, sofern der weibliche Part den höheren Bildungsabschluss hat.

Wahrscheinlich muss ich Akademiker sein, um das zu verstehen. 

 

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© Stefan Gatzemeier